Wenn Ihre Katze plötzlich viel mehr trinkt als gewöhnlich, ist das ein wichtiges Warnsignal. Übermäßiger Durst (Polydipsie) bei Katzen ist in den meisten Fällen ein Zeichen für eine Erkrankung, die behandelt werden muss. Als Notdienst-Tierärztin erkläre ich Ihnen, worauf Sie achten müssen.
Eine gesunde Katze trinkt in der Regel 40–60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Katzen, die ausschließlich Trockenfutter fressen, trinken mehr – das ist normal. Auffällig ist, wenn Ihre Katze häufig und in großen Mengen trinkt, an Wasserhähnen leckt oder Toilettenwasser aufnimmt, und gleichzeitig häufiger und in größeren Mengen uriniert.
Die häufigste Ursache bei älteren Katzen ab etwa 7 Jahren. Die Nieren verlieren ihre Fähigkeit, Harnstoff zu filtern und Wasser zu konzentrieren. Der Körper versucht, die Giftstoffe durch mehr Trinken und häufigeres Urinieren auszuschwemmen. Weitere Symptome: Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Erbrechen, struppiges Fell, Mundgeruch.
Diabetes bei Katzen kommt häufiger vor als viele denken – besonders bei übergewichtigen Katern mittleren Alters. Typische Kombination: viel trinken + viel urinieren + Gewichtsverlust trotz gutem Appetit + auffällige Hinterbeinschmerzen (diabetische Neuropathie).
Sehr häufig bei Katzen über 10 Jahren. Symptome: viel trinken, gesteigerter Appetit trotz Gewichtsverlust, Unruhe, Herzrasen, struppiges Fell. Gut behandelbar.
Betrifft nicht-kastrierte Kätzinnen. Die eitergefüllte Gebärmutter produziert Giftstoffe, die starken Durst verursachen. Weitere Symptome: Bauchvergrößerung, Appetitlosigkeit, Lethargie, Fieber. Absoluter Notfall – sofort zum Tierarzt!
Kontaktieren Sie uns umgehend unter 0177 4737845, wenn Ihre Katze neben übermäßigem Trinken auch nicht mehr frisst, erbricht, Blut im Urin hat, Gelbsucht zeigt, einen aufgetriebenen Bauch oder eitrigen Vaginalausfluss hat, oder Schwäche in den Hinterbeinen zeigt. Viele der Grunderkrankungen sind gut behandelbar – wenn sie rechtzeitig erkannt werden.
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