Viele Katzenbesitzer kennen das: Die Katze erbricht regelmäßig, manchmal fast täglich. Manchmal ist es harmlos – aber häufiges Erbrechen bei Katzen kann auch auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen. Als Notdienst-Tierärztin erkläre ich Ihnen, wie Sie die Situation richtig einschätzen.
Gelegentliches Erbrechen – etwa einmal pro Woche oder seltener – kann bei manchen Katzen normal sein, besonders wenn sie Haarballen auswürgen. Problematisch wird es, wenn Ihre Katze mehrmals pro Woche oder täglich erbricht, Blut oder kaffeesatzartiges Material erbricht, trotz Erbrechen Gewicht verliert, oder zusätzliche Symptome zeigt: Durchfall, Lethargie, Appetitlosigkeit.
Katzen schlucken beim Putzen Haare, die im Magen Ballen formen. Typisch: würgendes Erbrechen mit einem langen, zylindrischen Haarballen. Häufiges Haarballen-Erbrechen kann durch regelmäßiges Bürsten und spezielle Pasten reduziert werden.
Katzen können auf bestimmte Proteinquellen (Huhn, Rind, Fisch) reagieren. Das Erbrechen tritt oft kurz nach dem Fressen auf. Ein Ausschlussdiätversuch über 8–12 Wochen kann helfen.
Eine häufige Ursache für chronisches Erbrechen und Durchfall bei Katzen ab dem mittleren Alter. Der Darm ist dauerhaft entzündet. Diagnose durch Ultraschall und Darmbiopsie.
Bei Katzen über 10 Jahren sind Schilddrüsenüberfunktion und chronische Niereninsuffizienz häufige Ursachen für regelmäßiges Erbrechen. Beide sind gut behandelbar, wenn rechtzeitig erkannt.
Katzen fressen manchmal Fäden, Bänder oder kleine Spielzeugteile. Diese können einen lebensbedrohlichen Darmverschluss verursachen. Symptome: plötzliches, häufiges Erbrechen, Apathie, Schmerzen. Notfall – sofort zum Tierarzt: 0177 4737845
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