Wenn Ihre Katze plötzlich schwer atmet, hechelt oder sogar mit offenem Maul atmet, ist das fast immer ein ernstes Warnsignal. Katzen sind Meister im Verbergen von Schmerzen und Krankheiten – wenn sie sichtbare Atemprobleme zeigen, ist die Situation oft bereits kritisch.
Anders als Hunde atmen gesunde Katzen niemals durch das Maul. Wenn Ihre Katze mit offenem Maul atmet (sogenannte Maulatmung oder Hechelatmung), handelt es sich fast immer um einen medizinischen Notfall. Die einzige Ausnahme: kurzzeitiges Hecheln nach extremer körperlicher Anstrengung oder bei großer Hitze, das innerhalb weniger Minuten aufhört.
Bei Maulatmung rufen Sie sofort an: 0177 4737845
Katzen zeigen Atemprobleme oft subtil. Achten Sie auf diese Anzeichen:
Eine der häufigsten Ursachen für akute Atemnot bei Katzen. Flüssigkeit sammelt sich zwischen Lunge und Brustfell an und drückt die Lunge zusammen. Ursachen können Herzerkrankungen, FIP, Tumore oder Infektionen sein. Die Katze zeigt typischerweise eine schnelle, flache Atmung und sitzt mit ausgestrecktem Hals.
Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist die häufigste Herzerkrankung bei Katzen. Der Herzmuskel verdickt sich und kann irgendwann das Blut nicht mehr effizient pumpen. Folge: Flüssigkeit staut sich in der Lunge (Lungenödem) oder in der Brusthöhle. HCM kann lange symptomlos verlaufen und sich dann plötzlich mit Atemnot bemerkbar machen.
Ähnlich wie beim Menschen können Katzen an Asthma leiden. Die Bronchien verengen sich krampfartig, die Katze hustet und hat Schwierigkeiten beim Ausatmen. Auslöser können Staub, Rauch, Parfüm, Katzenstreu oder Pollen sein. Asthma-Anfälle können leicht bis lebensbedrohlich sein.
Katzenschnupfen und andere Atemwegsinfektionen können bei schwerem Verlauf zu Atemnot führen – besonders bei jungen Katzen, alten Katzen oder solchen mit geschwächtem Immunsystem. Symptome: Nasenausfluss, Niesen, Augenausfluss, Fieber, Appetitlosigkeit.
Grashalme, die in der Nase stecken bleiben, oder verschluckte Gegenstände können akute Atemnot verursachen. Anzeichen: plötzliches Würgen, Husten, Pföteln am Maul, Speicheln.
Fahren Sie sofort zum Tierarzt oder rufen Sie den Notdienst an, wenn:
Gewöhnen Sie sich an, die Atemfrequenz Ihrer Katze regelmäßig zu zählen – am besten im Schlaf. Notieren Sie den Normalwert. So fallen Ihnen Veränderungen früher auf. Ein jährlicher Herzultraschall ist besonders für Rassen mit erhöhtem HCM-Risiko empfehlenswert (Maine Coon, Ragdoll, Britisch Kurzhaar, Perser).